"Inspektor Takeda und die Toten von Altona" - Buchrezension

   

Allgemeine Infos:
Titel: "Inspektor Takeda und die Toten von Altona"
Originaltitel: -
Autor: Henrik Siebold
Übersetzung: -
Erscheinungsdatum:  2016 (D)
von mir rezensierte Auflage: 4. Auflage 2017
Originalpreis: 9,99€ (D)
Verlag: Aufbau Verlag
Umfang / Buchart: 413 Seiten, Paperback/Taschenbuch-Umschlag
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7466-3213-1
Info: Auch als E-Book erhältlich. Teil 1 der Inspektor Takeda-Reihe.

Buchrücken:

"Steckbrief 
Name: Kenjiro Takeda
Beruf: Komissar
Hobbys: Saxophon spielen
Besondere Interessen: amerikanischer Jazz
Besondere Kennzeichen: schulterlanges Haar


Als die Ehelaute Haubach tot in ihrer Wohnung in Hamburg-Altona gefunden werden, scheint der Fall auf den ersten Blick klar: Selbstmord. Deshalb hat man auch Inspektor Kenjiro Takeda, Mitarbeiter der Mordkommission Tokio und zurzeit als Hospitant in Deutschland tätig, zum Tatort geschickt. Doch Takeda ist skeptisch. Zu Recht, wie sich bald herausstellt, denn es finden sich Spuren, die auf Mord hindeuten. Gemeinsam mit seiner deutschen Partnerin, Hauptkommissarin Claudia Harms, nimmt Takeda - auf seine Weise - die Ermittlungen auf.
Spannend und ungewöhnlich - ein Japaner und eine deutsche Ermittlerin"

Beschreibung auf der ersten Buchseite:
"Claudia Harms, Kommissarin bei der Hamburger Mordkommission, ist alles andere als erbaut, als man ihr eröffnet, dass sie sich um einen Gast aus Tokio kümmern muss: um Inspektor Kenjiro Takeda, der in Hamburg bei der Polizei hospitieren soll. Sie weiß, was das im Klartext bedeutet: Man wird ihnen keinen richtigen Fall geben, sie wird gewissermaßen Kindermädchen spielen müssen. So scheint es auch zu kommen. Ihr erster gemeinsamer Einsatz führt sie nach Altona. Ein älteres Ehepaar, beide Buchhändler, deren Laden vor der Schließung stand, hat sich off
enkundig erschossen. Nur Takeda zweifelt an der Selbstmordtheorie - und er hat gute Gründe dafür. Claudia Harms und er beginnen zu ermitteln. Bald stellt sich heraus, dass sie in ein Wespennest gestochen haben - und Takeda erweist sich als höchst ungewöhnlicher, beinahe genialer Detektiv."

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Kurz über den Autor:
"Henrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Er hat unter anderem für eine japanische Tageszeitung gearbeitet sowie mehrere Jahre in Tokio gelebt. Unter seinem Namen Daniel Bielenstein hat er bisher zahlreiche Romane und Jugendbücher veröffentlicht. Er lebt in Hamburg." (aus dem Buch) Weitere Pseudonyme des Autors sind: Philip Tamm und Jakob M. Leonhardt.
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"Inspektor Takeda"-Reihenübersicht:
(Links führen zu meinen jeweiligen Buchrezensionen)
  1. "Inspektor Takeda und die Toten von Altona"
  2. "Inspektor Takeda und der leise Tod"
  3. "Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder"
  4. "Inspektor Takeda und das doppelte Spiel"
  5. "Inspektor Takeda und die stille Schuld"
  6. "Inspektor Takeda und das schleichende Gift"
  7. "Inspektor Takeda und der schöne Schein"
  8. "Inspektor Takeda und der tödliche Ruhm"
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Vorkommende Charaktere:
Polizei:
Kenjiro Takeda 
- Ermittler aus Tokyo

Claudia Harms - Kriminalhauptkomissarin, Takedas deutsche Kollegin
Holger Sauer - Chef der beiden bei der Hamburger Kripo
Ludger Terzian - Rechtsmediziner
Markus Tellkamp - Leiter des Spusi-Teams

den Fall betreffende Personen:
Manfred & Hella Haubach - das tote Ehepaar
Brigitte Sandner - Angestellte in der Buchhandlung der beiden Toten
Günther Debacher - Besitzer eines Bettengeschäfts auf der Straße des Buchladens
Irene Debacher - Frau von Günther Debacher
Susanne & Werner Siemers - Schwester & Schwager der Toten
Baris Yelek - junger Türke, gehört zu einer Familie mit Gemüsegeschäft auf der Straße
Leyla Yelek - Schwester von Baris
Rüdiger Beerkamp - Chef der HBI, Firma die das Haus der Haubachs gekauft hat
Thomas Volkmann - pensionierter Lehrer, Freund der Haubachs
Dr. Kossack - Freund von Manfred Haubach
Reiner Dellmann - Hamburger Rechtsanwalt, der rechtskonservative "Gesprächskreise" leitet
Torben Reister - Student, Teilnehmer an den Gesprächskreisen

Aus dem Privatleben:
Makiko - Exfrau von Takeda
Hotoke - jap. Stammlokal Takedas in Hamburg
...
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Meine Meinung:
Das Buch bildet den Auftakt der "Inspektor Takeda"-Reihe von Henrik Siebold.

Der Fall: Ein japanischer Inspektor, der lange Haare und gern Anzüge trägt, Saxophon spielt und seine Dienstwaffe lieber im Schubfach lässt, trifft auf eine taffe deutsche Ermittlerin, die sich in einer Männerwelt versucht zu behaupten und zu ihrer Beruhigung Pflanzen pflegt: Ken Takeda trifft in Hamburg auf seine neue Kollegin Claudia Harms, die zuerst gar nicht von ihrem neuen Kollegen begeistert ist: Takeda kommt im Rahmen eines Kooperatiosprogrammes zwischen der Hamburger Innenbehörde und dem Polizeihauptquartier Tokios nach Hamburg. Er soll die Hamburger Mordkomission verstärken. Claudia dagegen sieht sich von ihrem Chef zu Takedas Babysitterin verdonnert. Takeda dagegen war bereits vor 20 Jahren in Deutschland und hat bisher eigentlich nicht so die begeisterte Ansicht wie sein Vater von den Deutschen. 
Als Claudia und Ken im Fall des toten Ehepaares Haubach eigentlich nur routinemäßig zum Tatort kommen, weil die beiden eindeutig Selbstmord begangen haben sollen, entdeckt Takeda Unstimmigkeiten. Und Claudia beginnt ihre Chance zu wittern, dass sie es ihrem Chef doch noch beweisen können, dass sie mehr drauf haben, als dieser denkt. Spuren gibt es viele, die beiden müssen allem nachgehen, erhalten Rückschläge, machen Fortschritte und bringen sich selbst in Gefahr. 

Das Buch ist ein Krimi und manchmal dachte ich mir: Okay, kommt da jetzt noch was? Der Fall war früh fast eindeutig gelöst, dann änderte sich doch noch einmal alles. Es gibt so einige Wendungen, trotzdem fand ich diese jetzt nicht drastig, es war schon spannend, aber jetzt auch nicht übertrieben aufregend. Wer einen Thriller erhofft, ist hier verkehrt. Es ist eher Sozialkritik meets Krimi. Vielmehr interessant fand ich die Zwischenmenschlichen Dinge des Buches. Erzählt wird aus der dritten Person, immer abwechselnd mit Blick auf Claudia oder Takeda.

Gezeichnet wird im Buch nicht nur ein (aktuelles) Bild Hamburgs, es werden Orte genannt und beschrieben, man kann sie sich als Nicht-Hamburger gut vorstellen. Es wird auch viel erklärt, wie sich etwas verhält. Etwa die Meinung, die Stimmung in bestimmten Gegenden, Wohnklientel, was die Menschen (Hamburgs) beschäftigt. Es geht nicht nur darum, wie Menschen ihr Zuhause aufgrund von Baufirmen, die sie aus Wohnungen drängen, verlieren, sondern auch wie (einige) Bürger den Wandel erleben. Das Erleben von Migration, Integration oder auch Entfremdung; von Links- und Rechtsextremismus über die Jahre wird ganz nebenbei während der Geschichte geschildert und ist im Fall auch präsent als Thema. Mal geht es kurz um die RAF, mal die NSU; es kommen auch "echte" Namen und Fälle vor: etwa Süleyman Taşköprü, der vom NSU erschossen worden ist; oder Morsal Obeidi, welche von ihrem Bruder in einem Fall von "Ehrenmord" ermordet worden ist. Oder Ronald Schill, deutscher Jurist und ehemaliger Politiker- bis hin zu Itsuki Hiroshi, einem japanischen Musiker, der hier etwa mit "der japanische Roland Kaiser" verglichen wird. Das echte Fakten oder Namen eingebracht werden, fand ich zwiegespalten: einerseits interessant zur Weiterrecherche, andererseits verwirrt es mich, was von anderen Erwähnungen jetzt Fantasie oder Wahrheit sein mag. Aber das ist die künstlerische Freiheit eines Autors. Neben dem eigentlichen Fall und dem Alltag der beiden Ermittler werden hier und da viele solcher geschichtlichen oder gesellschaftlichen Besonderheiten und Erlebnisse Hamburgs eingebaut, um dem Leser wahrscheinlich ein besseres Bild der Stadt zu zeichnen.

Die Japanisch-Deutsche Freundschaft ist ebenfalls häufig Thema im Buch, geschuldet dem Hauptcharakter. Takeda hat seine Meinung von Deutschland, Claudia wiederum hat ihre Vorurteile. Dadurch, dass die beiden sich erst aneinander gewöhnen müssen, entstehen immer wieder lustige, komische, oder seltsame Situationen. Schon, als sie sich kennenlernen und Claudia sich verbeugt, er ihr wiederum die Hand hinhält und das eine Weile so hin und her geht. Auch gut: "Takeda musste damit klarkommen, dass gleich drei seiner neuen Kollegen auf den Namen Horst hörten, zwei Klaus darunter waren, zwei Dieter und als Zugabe zwei Klaus-Dieter. Nicht wenige von ihnen trugen einen Schnauzbart, hatten schütteres Haar und altmodische, metallene Brillengestelle. Claudia machte sich ernsthaft Sorgen, wie lange der Japaner wohl brauchen würde, um die deutschen Kollegen auseinanderhalten zu können, eine Übung, die sogar ihr an schlecht gelaunten Tagen schwerfiel."
Takeda muss feststellen, dass sich seit seinem letzten Besuch in Deutschland einiges getan hat, und ihm gefällt die Veränderung. Claudia wiederum hatte einen kurzen Workshop zu Japanern, lernt durch Takeda dann aber wiederum dazu. Manch Klischee bestätigt sich, manches dagegen verfällt. Und das finde ich ganz gut. 

Die Charaktere sind dagegen sehr sehr eigen. Claudia, die sich und allen Männern beweisen will und muss, dass sie etwas drauf hat, die auch absolut kein Beziehungstyp ist. Gleichzeitig umhegt und pflegt sie liebevoll ihre Pflanzen oder hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater, der sie oft genug enttäuscht hat. Sie findet in Takeda einen Partner, der sie manchmal sehr verwirrt, bei dem sie sich gleichzeitig aber auch respektiert und verstanden fühlt. Takeda dagegen hat so ebenfalls seine putzigen Angewohnheiten, wie etwa mit seiner teuren Kleidung, der Ablehnung seiner Dienstwaffe oder den langen Haaren und der Liebe zum Saxophon. Gleichzeitig versucht er, seine Trennung von seiner Exfrau zu verarbeiten, er ist regelrecht nach Deutschland geflohen, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Am liebenswertesten finde ich, wenn er sich Notizen in sein kleines Notizbuch macht- seien es lange deutsche Wörter, Redewendungen oder Schimpfwörter. Er geht ruhig und neugierig durch die Welt und beobachtet unvoreingenommen. Diese Unvoreingenommenheit hilft ihm oft als Ermittler, etwa wenn die türkischen Jungen ein Problem mit der deutschen Polizei haben. Gleichzeitig wird an ihm auch oft das Beispiel des deutschen Alltagsrassismus schön deutlich, wenn er als "Japse" bezeichnet wird oder etwa die Sprechstundenhilfe beim Arzt nicht weiß dass er beruflich kommt und ihn beleidigend wegschicken will. Es sind so kleine Beispiele, die man als deutscher Leser übertrieben finden könnte- aber sie finden genau so überall noch statt. Hin und wieder gibt es schöne Vergleiche von Deutschen und Japanern, Bsp.. "Das Wetter war übrigens einer der vielen Punkte, in denen Deutsche und Japaner sich durchaus ähnelten. Sie sprachen gerne darüber, bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit. Andererseits gab es auch deutliche Unterschiede. Japaner begannen ein Gespräch mit einer lächelnden Bemerkung über die Frische des Frühlings, die Hitze des Sommers, die Farben des Herbstes oder die Klarheit des Winters. Die Deutschen dagegen beschwerten sich über einen zu späten Frühling, einen verregneten Sommer, einen trostlosen Herbst oder einen viel zu milden oder auch viel zu kalten Winter." Besonders gefallen hat mir der japanische Blick Takedas auf die Deutschen- er wirkt authentisch. Er bzw. der Autor hat einen ehrlichen Blick auf die Deutschen, drückt den Finger auch mal in die Wunde, ohne ihnen dabei gänzlich etwas liebevolles abzusprechen: "Diese Menschen, stellte Takeda fest, jammerten von morgens bis abends, sie kreisten um sich selbst. Niemand ließ sich aus der Ruhe bringen. Das eigentlich Erstaunliche aber bestand darin, dass sie ihre Aufgaben dennoch vorbildlich erfüllten, und zwar mit großem Pflichtbewusstsein, ja eigentlich sogar mit Freude. [...] Im Grunde lag seinen deutschen Kollegen trotz aller Jammerei und trotz aller Klagen ihre Arbeit eben doch sehr am Herzen! Diese Menschen waren so wenig theatralisch - mit Ausnahme ihrer Jammereien -, dass man fast übersehen konnte, dass sie sehr fleißig und gewissenhaft waren."  Allerdings, so wohlwollend ich gerade klingen mag, haben mir die Charaktere nicht immer gefallen. Manches Mal fand ich sie oder den Erzählstil schwierig oder langatmig. Oder auch Claudia, wenn sie ihre Wutanfälle hat, ging mir dann nur noch für den Moment auf den Keks. Als Frau finde ich sie manchmal schwierig dargestellt. Ich kann es gar nicht recht beschreiben. 

Die Ermittlungen und der Erzählstil des Falls gehen nicht übertrieben schnell, sogar Claudia etwa denkt sich: es wäre schön, wenn mal ein Fall so schnell wie in einem Krimi gelöst werde. Durch die ganzen Fakten rund herum zu den verschiedenen Themen hatte ich manchmal das Gefühl es zieht sich sehr, wie gesagt manchmal war es gar langatmig, dann aber wurde es wieder spannender. Man nimmt die Fakten zum gesellschaftlichen Wandel Hamburgs etwa einfach nebenbei am Besten wahr. Das Finale fand ich persönlich dann etwas sehr übertrieben, wahrscheinlich um noch einmal richtig die Spannung zu erhöhen, aber ok, damit konnte ich leben. Trotzdem war es nicht so, dass ich das ganze Buch über begeistert war- manchmal zog sich das Lesen dann doch seeehr hin. Takeda's Reihe besteht aus Büchern, die sich zumindest von mir nicht schnell lesen lassen (denn es setzt sich in den nächsten Büchern so fort). Oft kommt es im Buch auch von lustiger/ironischer Situationskomik zu -tragik. Das mag nicht immer jeder lustig oder passend finden. Manchmal wirkt es wie verschiedene Erzählstile, einmal jemand der sachlich und ernst Dinge beschreiben kann, einmal wer, der da seine Figuren richtig schön durch den Kakao zieht und nicht zu ernst nimmt. Der Schreibstil Siebolds ist schon sehr eigen.

Das Cover zeigt uns Hamburger Häuser, Wasser mit Blick auf eine Brücke, der Titel dabei in einem roten Kreis. Mir gefällt das Motiv, weil es sich in Band zwei fortsetzt.

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Eine Stelle aus dem Buch:
  • "Manfred hat am Samstagabend einen seltsamen Satz gesagt. Er meinte, wenn man sich geschworen habe, alles für einen Menschen zu tun, dann könne es passieren, dass man Dinge tue, die man sich selbst nicht verzeihen könne."
  • "Die Menschen sagen oft, dass sich die Schönheit in Japan im Kleinen verbirgt. [...] Wenn Sie durch Tokio laufen, könnten Sie meinen, in einem endlosen Meer aus Asphalt, aus Häusern, Straßen, Bahngleisen zu schwimmen und niemals ein Ufer zu erreichen. Aber dann, ganz plötzlich, entdecken Sie ein schönes Haus oder vielleicht einen kleinen, zauberhaften Tempel. Sie sehen einen hübschen, kleinen Garten [...] Das große Ganze bleibt in Japan unbeachtet, niemand ist dafür zuständig. Japaner wollen, dass die Dinge funktionieren. Der Verkehr muss fließen, die Läden geöffnet haben, die Schornsteine qualmen. Alles Übrige wird dem untergeordnet. Aber im Kleinen sind wir so, wie Sie sagen. Menschen mit Sinn für die Schönheit der Dinge."
  • "Takeda verbrachte die folgenden Tage damit, nachzudenken. Immer wieder machte er Eintragungen in sein kleines, schwarzes Notizbuch. Der Gesichtsausdruck, den er dabei aufsetzte, war schwer zu deuten. Er wirkte sehr konzentriert, oft über Stunden hinweg, so dass Claudia, die ihm am Schreibtisch gegenübersaß, sich fast Sorgen um ihn machte. Führte diese unentwegte geistige Anstrengung nicht zu einer totalen Erschöpfung? War er im Zustand höchster kriminalistischer Kontemplation? Meditierte er? Oder täuschte der Eindruck vielleicht, und Takeda war in Wahrheit innerlich völlig lethargisch, um nicht zu sagen, weggetreten?"

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Fazit: 
Ein seltsamer, schräger, interessanter Krimi mit einem deutsch-japanischen Team, das Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Japan und Deutschland aufzeigt; dazu ein Fall im Hamburger Altona. Neben den Ermittlungen erhalten wir vor allem auch Einblick in die Veränderungen und die Anwohner Altonas, wie sie so oder so ähnlich existieren könnten; dazu reale Probleme wie Links- und Rechtsextremismus, Miethaie, gesellschaftliche Veränderungen, etc. Es ist nicht nur ein Krimi, sondern auch Gesellschaftskritik, Ironie & Japaneinblick in einem Buch. Das ist interessant, aber oft auch etwas viel und nicht all zu schnell lesbar. Alles in allem kein schnell gelesener Krimi mit verrückten Charakteren.


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